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Entwurf und Umsetzung eines Werkzeugs für die Fluchtwegplanung

 

 

 

Bauhaus-Universität Weimar

Fakultät Bauingenieurwesen

Professur:      CAD in der Bauinformatik

 

 

Prüfer:            Prof. Dr.-Ing. Berthold Firmenich

 

Betreuer:        Dipl.-Ing. Eike Tauscher

                        Dipl.-Ing. Christian Koch

                                         

 

 

Bearbeiter:    Dipl.-Ing. Christian Weiprecht

 

                        Mebritz 1

                        36466 Dermbach

                        christian@weiprecht-net.de

 

 

Download:     Ausarbeitung:           Entwurf und Umsetzung eines Werkzeugs für die Fluchtwegplanung

                        Vortrag:                     Entwurf und Umsetzung eines Werkzeugs für die Fluchtwegplanung

                        Cademia-Plugin:      cw.cademia_plugin

 

 

Links:             CAD-System Cademia:      www.cademia.org

                        Java Virtual Machine:          www.java.com

                        Entwicklungsumgebung:     www.eclipse.org

 

 

Zusammenfassung:

 

In der Einleitung wird deutlich gemacht, dass es für das hier vorliegende Problem der Flucht- und Rettungsweglängenbestimmung keine softwaretechnische Lösung gibt. Somit ist die Notwendigkeit einer Betrachtung des Problems der Bestimmung der maximalen Flucht- und Rettungsweglänge in einem Gebäudegrundriss gegeben.

 

Im zweiten Kapitel wird auf die Grundlagen der Graphentheorie eingegangen, um die Grundbegriffe und den Algorithmus zur Berechnung der kürzesten Wege in einem Graphen zu erläutern. Im Abschnitt über den Stand der Technik wird sichtbar, dass sich bis heute kein Computerprogramm auf dem Markt befindet, welches die Länge von Flucht- und Rettungswegen bestimmen kann.

 

Die Betrachtung der maßgebenden Regelwerke im vierten Kapitel soll einen Einblick geben in die Komplexität und Vielschichtigkeit der bestehenden Rechtsvorschriften zur Einhaltung der gesetzlich zulässigen Flucht- und Rettungsweglängen.

 

Die Erstellung eines Konzeptes für ein Werkzeug zur Fluchtwegplanung zeigt im fünften Kapitel, welche Anforderungen an solch eine Applikation gestellt werden, und welche Lösungsansätze es gibt, um ein Computerprogramm für die Ermittlung der Flucht- und Rettungsweglängen in einem Gebäudegrundriss umzusetzen.

 

Das sechste Kapitel beschreibt das als Plugin für das CAD-System CADEMIA erstellte Werkzeug. Für die in Java programmierte Applikation beginnt die Betrachtung mit der Erstellung des Datenmodells, der Bearbeitung des Graphen im CADEMIA und der Berechnung der Fluchtweglängen. Dies setzt sich fort in der Auswertung der Berechnung. Es werden ausführlich das Modell, die Befehle, die grafischen Komponenten und die Schnittstellen, zum Austausch des Fluchtweggraphen mit anderen Systemen, behandelt.

 

Am Beispiel eines Planungsszenarios wird im siebten Kapitel die Anwendung der Applikation im Ingenieuralltag gezeigt. Zunächst wird ein Gebäude geplant. Der Entwurf wird in einem zweiten Schritt auf die Einhaltung der maximalen Flucht- und Rettungsweglängen überprüft. Dabei wird festgestellt, dass der Entwurf überarbeitet werden muss. Nach erfolgreicher Bearbeitung des Entwurfs wird durch die Applikation ermittelt, dass alle Rettungsweglängen unterhalb der maximal zulässigen Rettungsweglänge liegen.

Es wurde gezeigt, dass eine Software für die Ermittlung der Flucht- und Rettungsweglängen in einem CAD-System umgesetzt werden kann. Damit ist es nicht nur gelungen das Konzept umzusetzen und die damit verbundene Idee der direkten Übernahme der Weglängen aus einem Gebäudegrundriss zu realisieren. Es wurde darüber hinaus eine bis heute noch nicht vorhandene Anwendung implementiert. Für eine bislang noch nicht besetzte Nische wurde eine softwaretechnische Lösung gefunden.

 

Dabei wurde vor allem auf die Trennung von Modell, Befehlen und Präsentation acht gegeben. Mit diesem modularen Aufbau ist möglich die Software besser zu warten und weiterzuentwickeln. Ein weiterer Grundgedanke, dass das Programm mit eine Schnittstelle zu Datenaustausch vorzusehen ist, wurde ebenfalls verwirklicht.

 

Die intuitive Handhabung und die Umsetzung in einem Open Source System sind ebenfalls als Vorteil zu sehen. Als Erweiterung einer freien Software, welche praktisch Plattformunabhängig ist, steht die Applikation jedem Nutzer offen, und durch die vergleichsweise sehr geringe Größe des Hauptsystem und des erstellten Plugin, kann es leicht von jedem Ort aus dem Internet heruntergeladen und ausprobiert werden.

 

 

Stand:             28.05.2008